Spatenstich für Erweiterungsbau des Fraunhofer IISB

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Am 3. Mai 2010 wurde am Fraunhofer-Institut für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie IISB in Erlangen mit dem ersten Spatenstich symbolisch der Baubeginn für den Erweiterungsbau des Instituts gefeiert. Ehrengäste waren Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil, UAL Maximilian Metzger vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, der Oberbürgermeister der Stadt Erlangen, Dr. Siegfried Balleis sowie Prof. Dr. Christoph Korbmacher von der Hochschulleitung der Universität Erlangen-Nürnberg. Ein Höhepunkt war die Testfahrt von Wirtschaftsminister Zeil mit dem Hybrid-Sportwagen des IISB.

© Fraunhofer IISB / Kurt Fuchs
Spatenstich zum Erweiterungsbau des Fraunhofer IISB am 3.5.2010 in Erlangen, v.l.n.r.: Markus Scheben, Abteilungsleiter Bauangelegenheiten in der Fraunhofer-Gesellschaft, der bayerische Wirtschaftsminister Martin Zeil, Maximilian Metzger, Leiter der Unterabteilung Informations- und Kommunikationstechnik; Neue Dienste im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Lothar Frey, Institutsleiter des Fraunhofer IISB
© Fraunhofer IISB / Kurt Fuchs
Testfahrt mit dem Hybridauto des Fraunhofer IISB: Dr. Martin März (2.v.r.) und Institutsleiter Prof. Dr. Lothar Frey (r.) vom IISB erläutern dem bayerischen Wirtschafts-minister Martin Zeil (2.v.l) und UAL Maximilian Metzger vom BMBF die Besonderheiten des Batteriemoduls für das Fahrzeug

Mikro- und Nanoelektronik, Materialentwicklung für die Elektronik, Leistungselektronik und Elektromobilität – dafür steht das 1985 gegründete Fraunhofer IISB, dessen Mitarbeiterzahl in den letzten Jahren deutlich angestiegen ist. An den mittlerweile drei Standorten des Instituts in Erlangen, Nürnberg und Freiberg arbeiten und forschen heute rund 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dieser erfolgreichen Entwicklung wird mit einem Erweiterungsbau am Hauptstandort des Instituts in Erlangen Rechnung getragen. Dieser wird auf 2500 m2 Grundfläche, davon 1600 m2 Nutzfläche, ab Ende 2011 Platz für 54 neue Mitarbeiter, Büros, Labore und Lagerflächen bieten.

Hauptsächlich genutzt wird der Erweiterungsbau für das Gebiet der Leistungselektronik, die beispielsweise für die elektrische Energieversorgung der Zukunft oder die Elektromobilität immer größere Bedeutung gewinnt. Zudem findet sich mit zahlreichen Leistungselektronik- und Energiefirmen sowie Automobilzulieferern in der Region ein starkes industrielles Umfeld für die Thematik.

Der Erweiterungsbau des IISB setzt ein Zeichen für Wachstum und Innovation in der Metropolregion und bietet der regionalen Wirtschaft erweiterte Kooperationsmöglichkeiten mit der Forschung vor Ort. Auch die erfolgreiche Zusammenarbeit des IISB mit der Universität Erlangen-Nürnberg kann damit ausgebaut werden. Finanziert wird das Bauvorhaben, das inklusive Erstausstattung ein Gesamtvolumen von 8 Mio. € hat, über das Konjunkturpaket II.

Seinen Besuch an dem Erlanger Institut nahm Wirtschaftsminister Zeil zum Anlass, sich über das vom Fraunhofer IISB entwickelte Hybridfahrzeug auf Basis eines Audi TT zu informieren. Das emissionsarme Auto dient als Technologieplattform für die leistungselektronischen Entwicklungen des IISB zur Elektromobilität, sei es für die elektrische Antriebseinheit oder das Batteriesystem. Hier gelang es, ein Serienfahrzeug möglichst modular und ohne Eingriffe in die mechanische Struktur des Fahrzeugs zu einem vollwertigen Hybridauto umzubauen.

Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil erklärt anlässlich des Spatenstichs: „Elektromobilität ist eine bedeutende Zukunftstechnologie. Sie ist umweltfreundlich, effizient und konkurrenzfähig. Mit der breit aufgestellten Zukunftsoffensive ‚Elektromobilität’ will die Bayerische Staatsregierung die Kompetenzen der bayerischen Industrie und Forschungseinrichtungen stärken, sie weiter miteinander vernetzen und den Technologietransfer zwischen Wirtschaft und Forschung fördern. Ich freue mich sehr, dass wir mit unserer Unterstützung des Neubaus zum Ausbau des Forschungsschwerpunkts ‚Elektromobilität’ am Fraunhofer IISB beitragen konnten.“

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